Ich lebe überall. Hier überall. Schnupper, schnupper. Muss Ohr kratzen. Ich gehe wohin ich will. Schnufz. Wohin ich will, schneuz! Alle kennen mich hier. Überall ist mein Zuhause. Wufz, schneuz, schnupper.
Als ich noch klein war, wufz, so ein kleiner Welpe, schneuz schnufz, da war ich aufeinmal allein. Alle waren weg, schnupper, schnupper. Keine Schwester mehr da. Schnufz. Auch keine Brüder mehr. Schneuz. Aber meine Mami war auch weg. Wahoooo! Einfach weg. Jaulz, schluchz. Ich war ganz... schnupper... schnupper... ganz allein... schnupper.
Dann hat mich einer mitgenommen, so ein Zweibeiner. Jaauuul! Das war so schön, wufz, er war immer da! Und das Fresschen war gut, schnupper. Muss Ohr kratzen. Aber dann war er weg. Schnupper, schnupper. Und ich war wieder draußen. Und dann kam noch ein anderer Zweibeiner, schnupper, gab mir Fresschen. Oho, noch leckerer, schnupper, schneufz. Doch auch er ging. Und dann sagte ich, schnufz, ich will das nicht mehr. Schnupper, ich bin frei. Ich gehe, wohin ich will! Wahoooo!
Und dann ging ich von einem Haus zum anderen. Alle hatten Fresschen. Alle streichelten mein Fell. So schön, sehr schön. Schnupper, schneufz, schnupper. Aber ich ging dann. Bevor sie gegangen sind. Immer wieder raus an die Luft. Jaulz. War alleine. Aber nicht immer, nicht immer, schnupper, wahooo. Wahoo.
Jetzt bin ich schon bei so vielen ein- und ausgegangen. Schnufz. Schnupper. So vielen. Und ich bin müde geworden. Wahoo... Mein Plätzchen am Kamin... auf einem Deckchen... wufz, in einem Körbchen... wahoo... jauchz. Schnupper, schnupper. Ich bin nicht nervös. Ich bin nur alt geworden. Wahoooo! Schneufz. Manchmal fühl' ich mich, als hätt' ich mein Herz verloren. Jaauulz. Wahoo! Oder... ? Ich suche es... schnupp...
Aber ich bin hier. Immer hier. Jaulz, schnupper. Bin zu müde jetzt. Jaulz. Ich gehe nirgendwo mehr hin. Bleibe hier. Schnupper, jaulz... Hier draußen, im Dunklen. Schneufz. Wo es kalt ist. Kalt und einsam. Jaulz...
Als die Zwerge endlich den struppigen, dünnen Hund gefunden hatten, war es bereits sehr spät. Jede Gasse hatten sie abgesucht, hatten an jedem Wagen, in jedem Lokal, Restaurant, an jeder Bude gefragt, ob jemand diesen einsamen Hund gesehen habe. Die Beschreibung des kleinen Plüschtieres in Herzform war schon recht genau, aber doch zu vage, denn Hunde gab es hier ja nun mehr als einen. Selbst Maut, der junge Mann vom Knödel- und Suppenwagen, der täglich so viele Menschen und Tiere sah, konnte ihnen nicht weiterhelfen. Sicher hatte er diesem Hund bestimmt schon mal eine Leckerei gegeben, aber wo er jetzt war, wusste er natürlich nicht.
Kein Tinktürchen, kein Elexier, kein Zauber konnte heute helfen. Sie suchten den ganzen Tag, legten kaum Pausen ein. Doch schließlich war ihnen das Glück hold. Diese eine kleine Gasse, zwischen zwei Containern, war einer der letzten Orte, an denen sie suchten. Und hier lag er, auf eine dicke Schicht aus Zeitungen und Kartons gebettet, zugedeckt mit einer löchrigen Decke, und schien zu schlummern. Seine Beine zuckten. Der kleine Hund träumte.
Rübe, mit ihrer emathischen Verbindung zu allen Tieren, ließ sich neben dem Hund auf dem Boden nieder. Leise und ruhig sagte sie:
"Hallo, mein lieber Kleiner. Hier ist jemand, der unbedingt zu dir will."
Als ich noch klein war, wufz, so ein kleiner Welpe, schneuz schnufz, da war ich aufeinmal allein. Alle waren weg, schnupper, schnupper. Keine Schwester mehr da. Schnufz. Auch keine Brüder mehr. Schneuz. Aber meine Mami war auch weg. Wahoooo! Einfach weg. Jaulz, schluchz. Ich war ganz... schnupper... schnupper... ganz allein... schnupper.
Dann hat mich einer mitgenommen, so ein Zweibeiner. Jaauuul! Das war so schön, wufz, er war immer da! Und das Fresschen war gut, schnupper. Muss Ohr kratzen. Aber dann war er weg. Schnupper, schnupper. Und ich war wieder draußen. Und dann kam noch ein anderer Zweibeiner, schnupper, gab mir Fresschen. Oho, noch leckerer, schnupper, schneufz. Doch auch er ging. Und dann sagte ich, schnufz, ich will das nicht mehr. Schnupper, ich bin frei. Ich gehe, wohin ich will! Wahoooo!
Und dann ging ich von einem Haus zum anderen. Alle hatten Fresschen. Alle streichelten mein Fell. So schön, sehr schön. Schnupper, schneufz, schnupper. Aber ich ging dann. Bevor sie gegangen sind. Immer wieder raus an die Luft. Jaulz. War alleine. Aber nicht immer, nicht immer, schnupper, wahooo. Wahoo.
Jetzt bin ich schon bei so vielen ein- und ausgegangen. Schnufz. Schnupper. So vielen. Und ich bin müde geworden. Wahoo... Mein Plätzchen am Kamin... auf einem Deckchen... wufz, in einem Körbchen... wahoo... jauchz. Schnupper, schnupper. Ich bin nicht nervös. Ich bin nur alt geworden. Wahoooo! Schneufz. Manchmal fühl' ich mich, als hätt' ich mein Herz verloren. Jaauulz. Wahoo! Oder... ? Ich suche es... schnupp...
Aber ich bin hier. Immer hier. Jaulz, schnupper. Bin zu müde jetzt. Jaulz. Ich gehe nirgendwo mehr hin. Bleibe hier. Schnupper, jaulz... Hier draußen, im Dunklen. Schneufz. Wo es kalt ist. Kalt und einsam. Jaulz...
Als die Zwerge endlich den struppigen, dünnen Hund gefunden hatten, war es bereits sehr spät. Jede Gasse hatten sie abgesucht, hatten an jedem Wagen, in jedem Lokal, Restaurant, an jeder Bude gefragt, ob jemand diesen einsamen Hund gesehen habe. Die Beschreibung des kleinen Plüschtieres in Herzform war schon recht genau, aber doch zu vage, denn Hunde gab es hier ja nun mehr als einen. Selbst Maut, der junge Mann vom Knödel- und Suppenwagen, der täglich so viele Menschen und Tiere sah, konnte ihnen nicht weiterhelfen. Sicher hatte er diesem Hund bestimmt schon mal eine Leckerei gegeben, aber wo er jetzt war, wusste er natürlich nicht.
Kein Tinktürchen, kein Elexier, kein Zauber konnte heute helfen. Sie suchten den ganzen Tag, legten kaum Pausen ein. Doch schließlich war ihnen das Glück hold. Diese eine kleine Gasse, zwischen zwei Containern, war einer der letzten Orte, an denen sie suchten. Und hier lag er, auf eine dicke Schicht aus Zeitungen und Kartons gebettet, zugedeckt mit einer löchrigen Decke, und schien zu schlummern. Seine Beine zuckten. Der kleine Hund träumte.
Rübe, mit ihrer emathischen Verbindung zu allen Tieren, ließ sich neben dem Hund auf dem Boden nieder. Leise und ruhig sagte sie:
"Hallo, mein lieber Kleiner. Hier ist jemand, der unbedingt zu dir will."
Vorsichtig und zärtlich fuhr ihre Hand über den Kopf des Hundes. Er hatte nur noch dünnes Fell, an manchen Stellen fast kahl. Einen Moment streichelte sie den kleinen Kerl, der nur langsam die Augen öffnete. Ganz leicht begann er, mit dem Schwanz zu wedeln. Rübe lächelte. Nach und nach wurde das Tier wach, hob den Kopf und sah sie müde lächelnd an. Sicher, das Lächeln konnte nur sie erkennen, für die anderen Zwerge war es nicht sichtbar.
"Hallo, wer bist du, du?" Seine Nase bewegte sich leicht, als er an ihr zu schnuppern begann. Rübe hielt ihm das kleine Stoffherz hin. Mit einem mal war der Hund hellwach, sprang auf, drehte sich einige Male im Kreis um sich selber, rannte um Rübe herum und schmiegte seinen Kopf schließlich an das Herzspielzeug.
"Diddy!" Er schneuzte und beschnupperte das Herz. "Diddy..." Er wauzte leise und hängte ein kurzes, freudiges Jaulen an.
"Bunti!" begrüßte das Stoffherz den alten Hund.
Mit den Vorderpfoten ergriff der Hund jetzt das Herz und drückte sich fest daran. Als die beiden so eng verbunden waren, durchlief sie ein Leuchten, als käme es aus dem Inneren der Wesen. Einen Augenblick erstrahlten sie in einem warmen, feuergleichen Schein.
Bunti erhob sich nun, das Herz kletterte auf seinen Rücken, und der Hund wirkte nun nicht mehr alt, nicht mehr müde und ausgelaugt. Sein Fell war glatt und dicht, seine Augen klar und aufmerksam, seine Nase nicht mehr rissig, ganz so, als wäre er wieder ein ganz junger Hund.
"Nun wird es Zeit für mich," sagte Bunti mit einer Stimme, als hätte er zu sich selber gefunden, "das ich für uns ein Zuhause suche. An einem Kamin. Mit einem Körbchen. Gehabt euch wohl, meine Freunde, und meinen Dank auf ewig."
Er beschnupperte alle Zwerge ein letztes Mal, wedelte mit dem Schwanz, und lief in Richtung des Dorfes. Er sah sich nochmal um, und die Zwerge winkten den beiden. Diddy, das Stoffherz, winkte zurück, Bunti neigte den Kopf zum Dank, und die beiden gingen ihres - gemeinsamen - Weges.
"Ich hoffe, sie finden ein schönes Zuhause," flüsterte Braka gerührt.



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